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Kinder mit Karies haben später erhöhtes Herzinfarktrisiko

In einer Studie, die über mehrere Jahrzehnte lief, beobachteten Forscher 755 Kinder auf orale Infektionen und die im Erwachsenenalter auftretenden Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ihre Ergebnisse präsentierten sie im JAMA Network Open.

1980 begann die Studie der finnischen Forscher mit 755 Kindern, die im Schnitt acht Jahre alt waren. Sie wurden auf die vier Parameter Zahnfleischbluten, vorhandene Karies, Füllungen und Zahnfleischtaschen untersucht. 33 von den Testpersonen hatten keinerlei Anzeichen für eine orale Infektion, 17 Prozent wiesen zwei der Parameter, 38 Prozent drei Parameter und 34 Prozent alle vier Parameter auf.

Im Laufe der Jahre wurde immer wieder ein kardiovaskuläres Risikoprofil – bestehend aus Blutdruck-, BMI-, Glukose- und Cholesterinwerten – erstellt. Am Ende der Studie konnten die Forscher einen Zusammenhang zwischen einer oralen Infektion im Kindesalter und einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im Erwachsenenalter feststellen. Bei Probanden, bei denen nur ein Parameter bei der zu Beginn durchgeführten dentalen Untersuchung dokumentiert wurde, war das Risiko bereits um 87 Prozent erhöht, eine subklinische Arteriosklerose zu entwickeln. Wurden eingangs alle vier Parameter festgestellt, war das Risiko sogar um 95 Prozent erhöht. 

Mit ihren Studienergebnissen möchten die Forscher dringend darauf hinweisen, wie wichtig nicht nur eine gute Mundhygiene von Anfang an ist, sondern auch die Bedeutung der zahnärztlichen Behandlung bei Kindern betonen.