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Aus der Stellungnahme der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) und der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (dgpzm)

 

Hydroxylapatit ist ein Mineral, das auch in unseren Zähnen vorkommt. Künstlich hergestellt soll es den natürlichen Zahnschmelz imitieren, bei der Remineralisierung unterstützen, das Anheften von Plaque an die Zahnoberfläche erschweren und so vor Karies schützen. Allerdings gibt es nur wenig Evidenz zur kariespräventiven Wirkung von Hydroxylapatit. Eine neue Ein-Jahres-Studie mit Drei- bis Siebenjährigen zeigt, dass die Kinder-Karex einer Kinderzahnpasta mit 500 ppm nicht unterlegen ist. Metaanalysen belegen für eine Zahnpasta mit nur 500 ppm Fluorid jedoch keine signifikante Wirksamkeit in der Kariesprävention bei Kindern. Daher empfehlen Fachgesellschaften die Erhöhung auf 1.000 ppm Fluorid. Des Weiteren legt beispielsweise eine neue In-vitro-Studie aus der Schweiz, nahe, dass Zahnpasten ohne Fluorid – egal, ob sie Nanohydroxylapatit enthalten oder nicht – keine demineralisationshemmende Wirkung aufweisen. Im Gegensatz dazu ließ sich der Effekt der Kariesprävention bei Zahnpasten mit Fluorid feststellen.